Bei deiner Portfoliostruktur kommt es darauf an, was dein Ziel ist! Dazu werden wir die Grundfragen durchgehen und die möglichen und oft verwendeten Anlageklassen. Als Letztes werde ich Portfolios von erfolgreichen Managern und Investoren vorstellen, denn warum soll man die Welt neu erfinden? Als privater Investor haben wir nicht die Zeit uns in einer Intensität mit den Märkten und Mechanismen auseinanderzusetzen wie es die großen Fondshäuser oder Hedgefonds können.

Aktien

Die Aktien sind oft die Anlageklasse, welche wohl am meisten in den Medien ist. Aufgrund von besonders starken oder schwachen Kursverläufen stehen diese im Fokus. Sie werden gerne medial als Spekulationsobjekt wahrgenommen und weniger als wichtige langfristige Aktie.

Was sind Aktien?

Aktien sind Unternehmensbeteiligungen. Mit einer Aktie kauft man sich einen kleinen Teil einer Firma und ist daraufhin Miteigentümer. Ein Unternehmen verkauft diese Anteile, um Eigenkapital aufzubauen. Das Eigenkapital ist die wichtigste Einlage eines Unternehmens. Das Kapital kann aktiv vom Unternehmen genutzt werden und kann gleichzeitig als Sicherheiten für Fremdkapital verwendet werden, wie Anleihen oder Kredite.

Als Aktionär profitiert man von den Gewinnen und leidet unter Verlusten. Im Falle einer Insolvenz ist der Aktionär als Letztes an der Reihe ausbezahlt zu werden – im schlimmsten Fall geht er leer aus. Es folgt, dass Aktien ein sehr hohes Risiko, eine hohe Volatilität und langfristig eine hohe Rendite haben. Der langfristige Anleger kann von steigenden Kursen oder auch steigenden Dividenden (Gewinnausschüttungen) profitieren.

Aristokraten(-aktien)

Aristokraten werden Unternehmen genannt, die seit mindestens 30 Jahren die Dividende erhöht haben. Diese Aktien erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, wegen der Hoffnung auf weiter steigenden Dividenden. Sie werden besonders bei Dividendenstrategien empfohlen.

Kritisch sehe ich, dass diese Unternehmen auch in rauem Wasser weiter Ihre Dividenden erhöht haben. Es ist als Investor natürlich schön zu sehen, dass die Investoreninteressen vertreten werden, nur sehe ich eine Dividende nicht als das maßgebende Interesse eines Investors an.

Aktienarten

Es gibt unterschiedliche Arten von Aktien. So gibt es unter anderem:

  • Namensaktien
  • Stammaktien
  • Vorzugsaktien
  • Inhaberaktien = meist nur Aktien genannt

Das Unternehmen kann mit den unterschiedlichen Aktienarten spielen. Meist haben Namens- oder Stammaktien ein höheres Stimmgewicht bei der Aktionärsversammlung, während die Vorzugsaktie teils kein Stimmrecht hat. Auch kann das Unternehmen eine angepasste Dividende je Aktienform ausgeben. Einige Beispiele: Es gibt Alphabet A, B und C Aktien, bei Shell ähnlich sowie bei Berkshire Hathaway´s. L’Oréal hat 2019 angeboten Aktien umzutauschen 1:1 mit namentlicher Eintragung. Wenn der Investor dies macht und mind. 2 Jahre investiert bleibt, erhält er dann 10 % mehr Dividende.

Zu Bedenken ist, dass auf Grund der Gestaltungsmöglichkeiten von Aktien der Preis zwischen Aktien eines Unternehmens aufgrund des unterschiedlichen Angebots und Nachfrage variieren kann.

Auch wird offensichtlich, dass ein Aktionär in Firma A andere Rechte hat als ein Aktionär in Firma B. Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zur Aktie findet.

Anleihen (Staats- und Unternehmensanleihen)

Eine Anleihe wird meist als Counterpart zur Aktie gesehen. Bei einer Anleihe gibt man einem Unternehmen oder Staat Fremdkapital zur Verfügung. Eine Anleihe hat eine feste Laufzeit, eine definierte Besicherung und einen Coupon.

Der Coupon ist eine jährliche Ausschüttung entsprechend dem Ausgabepreis der Anleihe. Der Name kommt daher, dass es früher Schuldverschreibungen waren mit einem Coupon-Blatt. Es gab einen Coupon, denn man entsprechend jedes Jahr einreichen musste. Nach Ende der Laufzeit wird der Ausgabepreis zurückerstattet.

Risiko?

Da eine Anleihe Fremdkapital für das Unternehmen bzw. den Staat ist und dieses besichert wird, ist das Risiko wesentlich geringer als bei einer Aktie. Anleihen können auch andre Börse gehandelt werden und haben unterschiedliche Preise. Zum einen das Risiko, dass Unternehmen oder Staaten Pleite gehen können. Trotz der Besicherung ist eine Insolvenz für den Investor immer nachteilig. Während Carnival (Kreuzfahrtbranche) 2020 10-jährige Anleihen mit über 10 % Coupon emittierte, bot LVMH (Luxusbranche) gerade einmal 0,3 % für eine 10-jährige Anleihe. Ein wichtiger Faktor ist das Unternehmensrisiko.

Preisbildung auf Laufzeit/Restlaufzeit

Der Kurs einer Anleihe eines Unternehmens die 2020 mit einer 10-jährigen Laufzeit herausgegeben ist unterschiedlich zu einer 30-jährigen Anleihe mit 10-jähriger Restlaufzeit. In dem Beispiel haben beide Aktien einen Ausgabepreis von 1000 $. Die 30-jährige Anleihe hat einen Coupon von 5 % während die 10-jährige einen Coupon von 1 % hat. Während also die 30-jährige Anleihe noch zehnmal50 $$ ausschüttet, schüttet die 10-jährige Anleihe noch zehnmal 10 $ aus. Da die 30-jährige Anleihe 400 $ mehr ausschütten wird, muss der Preis eingerechnet werden. Der Preis der 30-jährigen Anleihe wird also leicht bei ungefähr 1360 $ liegen (der erhöhte Kapitalaufwand muss eingerechnet werden.

Anleihe10-jährige Anleihe30-jährige Anleihe
Ausgabepreis1000$1000$
Restlaufzeit10 Jahre10 Jahre
Coupon1%5%
Gesamtausschüttung über Laufzeit100$500$
aktueller Kurs1000$~1360$
Beispielrechnung Anleihen Preise mit unterschiedlichen Coupon wegen unterschiedlichem Ausgabedatum

Die aktuellen 1 % auf die Unternehmensanleihe wurde entsprechend gewichtet auf die 30-Jährige übertragen. Somit hat die 30-jährige Anleihe bei einem Kaufpreis von 1360 $ eine relative Rendite von 1 % bis Laufzeitende ([1000 $+500 $]/110 %=1360 $).

Leitzins

Der Leitzins ist ein weiterer Einflussfaktor von Anleihen. Wenn die Zentralbank die Leitzinsen senkt, dann werden neue Anleihen günstiger am Markt emittiert, weil Geld in Summe günstiger ist. Davon profitieren die langlaufenden Anleihen, welche vorher mit höherem Coupon ausgegeben wurden. Entsprechend verlieren Anleihen an Wert, wenn die Leitzinsen ansteigen, weil dann auf die neuen Anleihen höhere Coupons ausgegeben werden. Entsprechend sehe die Beispielrechnung so aus.

Anleihe10-jährige Anleihe30-jährige Anleihe
Ausgabepreis1000$1000$
Restlaufzeit10 Jahre10 Jahre
Coupon5%1%
Gesamtausschüttung500$100$
aktueller Kurs1000$~740$
Beispielrechnung Anleihen Preise mit steigend Coupon-Zins

Es ist durchaus wichtig zu verstehen, dass eine Anleihe durch die Marktumgebung unter Ihren Ausgabepreis fallen kann, ohne das die Angst des Ausfalls der Anleihe besteht.

In den Berechnungen wurde der Cashflow vernachlässigt. Es hilft aber die Verknüpfung und den Einfluss der Laufzeit zu verstehen.

Im letzten Beispiel hast du bei der langfristigen Anleihe einen Cashflow von 10 $ pro Jahr bis zum Laufzeitende, während du bei der mittelfristigen 50 $ pro Jahr hast. Du hast also bis Laufzeitende einen 5-mal höheren Cashflow für nur 35 % höheren Kaufpreis.

Anleihen Arten

Ähnlich wie bei Aktien gibt es unterschiedliche Anleihen Arten. Die wichtigsten Arten sind

  • Staatsanleihen
  • Stufenzinsanleihen
  • inflationsindexierte Anleihen
  • Annuitätenanleihe
  • Tilgungsanleihe
  • Nullkuponanleihe
  • Aktienanleihe
  • Wandelanleihen
  • Optionsanleihe

Dies ist nur eine Auswahl an Anleihen und ähnlich wie bei Aktien zählt, dass die Variationsmöglichkeiten sehr zahlreich sind. So wie es Anleihen mit Inflationsbezug oder mit veränderbaren Coupons gibt es auch Anleihen mit Kaufoptionen.

Somit ist eine Prüfung von Investitionen sehr wichtig, auch wenn die Volatilität und das Risiko historisch gesehen niedriger ist als bei Aktien.

Rohstoffe

Rohstoffe sind meist eine Portfolio Beimischung. Rohstoffe erarbeiten entgegen der anderen Anlageklassen keine Renditen. Dennoch wird man kaum einen Starinvestor treffen, der nicht in Rohstoffe und vor allem in Gold anlegt oder angelegt hat.

Was hat es mit Gold auf sich?

Gold ist die älteste Wertanlage der Welt. Durch die physische Behandlung ist Gold limitiert entgegen dem Papiergelde. Lange Zeit haben Zentralbanken einzig darüber den Wert Ihrer Währungen stabilisiert. In den Jahren von 1923- 1955 gab es ein Goldverbot für Privatanleger in Deutschland. In Folge der Breton-Woods Zeit hat Deutschland massiv seine Goldreserven aufgebaut (1949-1973), welche es bis heute zum Großteil besitzt. Auch wenn der Goldstandard nach dem Breton-Woods System aufgehoben wurde, sind die Zentralbanken bis heute die größten Goldeigentümer.

In Deutschland waren in den letzten Jahren die Gewinne in Gold steuerfrei, bei einer Haltedauer von >1 Jahr. Gold wurde nicht als Investition betrachtet, sondern als Mittel zum Vermögenserhalt. Seit diesem Jahr entfallen ETC’s von dieser Stellung und nur noch physischer Goldhandel über eine Haltedauer von über einem Jahr ist steuerfrei.

Kosten, Handel, Probleme

Das Problem von Rohstoffen ist, dass Sie nicht so einfach handelbar sind. Nicht jeder hat die Möglichkeit Zuhause eine Tonne Öl oder Platin zu lagern. Bei Gold mag der physische Kauf noch möglich sein, jedoch entfallen auf die Größe der Barren und Münzen noch Prägungskosten. Schwieriger wird es bei Rohstoffen mit Lebensdauer, wie Kaffee, Huhn oder Mais.

Bei Xetra Gold liegen physische Goldreserven hinter dem Preis. Deshalb entstehen regelmäßig Lagerhaltungskosten, die auf die Investoren umgelegt werden. Bei Öl hat man im Schock 2020 miterlebt, wie ETC’s den Rohstoff über Futures abbilden. Bei einem Future legt man fest, welche Menge an welchem Ort den Besitzer wechselt. Die ETC’s wollten keine physischen Reserven, so kommt es zum rollieren. Auslaufende Futures werden verkauft und langlaufende Futures gekauft. Als es zum Ölschock vom April 2020 kam, gab es ein Überangebot von inländischem Öl in den USA (Brent). Wer im April dann in Öl-ETC’s investierte hat gelernt, was Rollverluste sind. Die ETC’s mussten Ihre im April auslaufenden stark gefallenen Futures verkaufen und dafür teure Futures in der Zukunft erwerben. Somit sind die ETC’s noch ein Stück weiter gefallen, obwohl der Ölpreis sich zum Teil erholte in dieser Zeit.

Die Investition in Rohstoffproduzenten ist auch nicht trivial, weil viele Unternehmen sich gegen schwankende Rohstoffpreise absichern. Eine Goldmine profitiert natürlich langfristig von steigenden Goldpreisen, über kurze Zeiträume herrscht aber eine geringe Korrelation.

Zusammenfassung

Neben den Problemen, wie man in Rohstoffe investiert, sind Rohstoffe eine wichtige Portfolio-Beimischung. Rohstoffe sind besonders gut in wirtschaftlich schwachen Marktphasen und performen in stark inflationären Marktphasen durchschnittlich gut.

Immobilien

Zu Immobilien hat wohl jeder auf der Straße eine Meinung und eine besondere Befindlichkeit. Da es zu Immobilien viele Varianten gibt und auch länderspezifische Besonderheiten, möchte ich nur kurz Möglichkeiten des Investierens beleuchten.

Immobilien haben den Vorteil, dass Sie einen regelmäßigen Cashflow generieren können. Neben der Sicherheit der Substanz gibt es noch die Renditemöglichkeit.

Eigenheim und Kapitalanlage

Man kann direkt in Immobilien investieren, indem man sich ein Eigenheim oder eine Kapitalanlage zulegt. Der komplette Aufwand und Rendite fällt auf dich zurück. Weiterhin kann man relativ einfach Fremdkapital wie einen Kredit mobilisieren, weil die Immobilie als Sicherheit hinterlegt werden kann. Man geht von einer durchschnittlichen Rendite von 3 % aus. Leider gibt es keine Studien in Deutschland zu Mietrenditen von Privatanlegern. Durch das Direktinvestment gibt es steuerlich zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten.

Besonders interessant werden Immobilien, wenn Sie als Sicherheiten hinterlegt werden. Dann kann eine Immobilie als Kapitalanlage dir eine jährliche Rendite generieren und gleichzeitig für die Bank eine Sicherheit sein, welche dir einen Kredit ermöglicht.

Immobilienaktien

Wenn man in Immobilienaktien investiert, profitiert man von der Größe und der Erfahrung des Unternehmens. Dieses Unternehmen wird regelmäßig die Mieten anpassen, die Instandhaltung im Auge behalten und kann vor allem größere Objekte zu Markt-unterdurchschnittlichen Preisen erwerben. Dagegen stehen die Verwaltungskosten an. In Deutschland haben Immobilienaktien eine langfristige Rendite von 3 bis 4 %.

REIT

Real-Estate-Investment-Trust ist eine Sonderform der Immobilienanlage. Abhängig vom Land gibt es Vor- und Nachteile. Der Vorteil liegt meist bei der Steuerbefreiung auf Unternehmens Seite und einer hohen Ausschüttungsquote. Die Ausschüttungen werden dann mit der Einkommenssteuer der Investoren verrechnet.

Zusammenfassung

Immobilien sind wegen der Gestaltungsmöglichkeiten eine interessante Anlageform. Viele selfmade-Millionäre kommen aus der Immobilienbranche, weswegen eine Betrachtung durchaus sinnvoll ist. Interessante Informationen zum Thema Immobilien findest du unter anderem:

Gesonderte und neue Anlageklassen

Die nachfolgenden Anlageklassen sind teilweise nahverwandt mit den schon genannten oder teilweise was ganz anderes. Da Sie aber vom Marktvolumen wesentlich geringer sind, werden diese nicht so intensiv betrachtet.

Fonds und ETFs

Fonds und ETFs tauchen erst jetzt in der Liste auf, weil es eine Mischform aus den vorhergehenden Anlagenklassen ist. Fonds und ETFs sind in den letzten zwei Jahrzehnten stark gewachsen, besonders UBS, Xtracker (DWS und Teil der Deutschen Bank) und ishare (Teil von Blackrock) sind bekannte Größen.

Über Fonds und ETFs könnte man auch einen eigenen Artikel schreiben. Mittlerweile bietet jedes Bankhaus eigene Fonds an, die teils aktiv und, teils passiv gemanagt werden. Dabei sind die laufenden Kosten von aktiv gemanagten Fonds grundsätzlich höher. Bei passiven orientiert man sich an Indizes oder an festen Verteilstrukturen. So kann beispielsweise ein einzelner Fond sowohl Aktien, Cash, Anleihen und Gold im Portfolio besitzen.

Gerade die passiv gemanagten Fonds, welche sich an einem festen Index orientieren erfreuen, sich großer Begeisterung z.B. MSCI World oder MSCI Emerging Market.

Physisch oder Synthetisch?

Um weiter die Kosten drücken zu können, replizieren Fonds meist synthetisch einen Index. Bei physischer Replikation heißt es, dass die Gewichtung gleich dem existierendem Index vollzogen werden muss. Wenn das Marktvolumen eines Fonds dann schwankt, müssten hohe Kosten für die Umstrukturierung und Neugewichtung bezahlt werden.

Da hilft die synthetische Replikation. Beim Synthetischen wird möglichst perfekt versucht den realen Index abzubilden, ohne deren Gewichtung zu besitzen. So versucht man den S&P500 nicht mit 500 Werten, sondern eventuell nur mit 50 Werten abzubilden.

Es ist also eine mathematische Meisterleistung, wodurch man die Quantität reduziert und die Kosten damit senkt. Trotz einer mathematischen hohen Korrelation zum eigentlichen Index kann es zu Abweichungen kommen. Das einzig skurrile dabei ist, dass ein synthetischer Fond auch Werte besitzen kann, welche im eigentlichen Index nicht auftauchen.

Kosten

Bei ETFs und Fonds gibt es 3 wesentliche Kostenblöcke, die man beachten sollte:

  • laufende Kosten (TER)
  • Abschlag für die Einzahlung
  • Abschlag für die Auszahlung

Fazit

Mit einem ETF oder Fond kann sich ein Anleger viel Zeit in der Kapitalanlage sparen. Man kann mit wenigen ETFs ein gut diversifiziertes Portfolio aufbauen und dieses gegebenenfalls sogar günstig über einen Sparplan erledigen. Auf jeden Fall sollte man sich das Factsheet durchlesen, den fast 500-800 seitige Halbjahresbericht wird dafür kaum einer gelesen haben. Deswegen sehe ich die einzige Gefahr, dass nur wenige Leute wissen, was Sie da wirklich gekauft haben. Man kann bei entsprechend großer Marktkapitalisierung eines Fonds nur auf die Schwarmintelligenz hoffen.

Wer weiterführende Infos sucht ist bei Gerd Kommer richtig. Er setzt sich viel mit ETF-Strategien auseinander, veröffentlicht regelmäßig Analysen und zeigt wichtige Punkte im ETF-Investment. Zur Website https://www.gerd-kommer-invest.de/.

Devisen

Die Kapitalanlage in Fremdwährung ist privat eher selten. In Europa profitieren wir von einem relativ stabilen Euro. Am Beispiel von Russland oder Türkei wird aber ersichtlich, dass Devisen durchaus eine Notwendigkeit sein können.

Die türkische Lira ist zum Euro von Oktober 2015 bis Oktober 2020 um 60 % gefallen. Der Rubel zum Euro hatte in den Jahren 2009 und 2015 jeweils einen Schock. Innerhalb kurzer Zeit fiel der Kurs um 20 % 2009 und in der Spitze um 50 % 2014/15.

Die Kapitalanlage in nur einer Währung kann sehr volatil sein.

Kryptowährungen

Bei den Kryptowährungen kann man einen Vergleich zu Devisen sehen. Sie sind ein eigenes Währungssystem, welches aber in vielen Ländern nicht als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Allerdings gibt es auch schon Länder wie die Schweiz, in der man die Steuern in Bitcoin bezahlen kann. Neben dem Bitcoin gibt es eine unzählbare Menge an Kryptowährungen. Die Technologie ist sehr unterschiedlich, genauso wie deren Marktkapitalisierung.

Interessant wird das Thema Blockchain beim Thema Smart-contract. Es werden Bedingungen für Verträge zwischen Partnern in der Blockchain festgehalten und bei gesetzten Variablen werden automatisch Transaktionen durchgeführt. Genauso spannend wie das Thema ist, genauso umsichtig muss man bei den Themen um die Kryptografie sein. Es tummeln sich viele Heuschrecken am Markt und das Einhorn zu finden kann dein Ziel sein.

Im dreisprachigen Raum ist Dr. Julian Hosp sehr engagiert im Bereich der Kryptowährungen. Er klärt über Gefahren und Potentiale auf. Zur Website https://julianhosp.com/de/.

P2P und P2B Kredite

P2P (privat to privat) und P2B (privat to business) sind Kredite von Privaten an Private oder Firmen. Da in der Branche noch die erste große Bereinigung des Marktes aussteht, befinden sich viele unterschiedliche Anlagemodelle am Markt. Sie unterscheiden in grob folgenden Punkten:

  • Direkte Kreditvergabe an Firmen/Privatleute oder die indirekte über einen Darlehensanbahner
  • Kreditarten: z.B. Konsum-, Auto-, Investitions-, Agrar- oder Geschäftskredite
  • Währungen und Länder, in den Kredite vergeben werden
  • Kreditvergabe: manuell, Portfolio-Algorithmus, Cluster mit schnellerer Einzahlung und Auszahlung

Die Plattformen bieten überdurchschnittliche Renditen und die Investoren müssen sich entscheiden, ob Sie die Risiken eingehen wollen. Zu Bedenken ist die Kreditlaufzeit, die Ausfallrate und langlaufende Cashflow.

Die aktuellen Marktführer im Bereich P2P sind derzeit Mintos und Bondora. Informationen zu meinen P2P Investitionen findest du unter https://be-bus.de/?page_id=42.

Weitere Anlagen

Es gibt zahlreiche Investitonsidee. Alle Anlagen, die dir eine Rendite versprechen, zählen darunter. Bekannte Beispiele sind noch Lego, Porsche, Oldtimer, Nike Air, Pokemonkarten oder Wälder. Es gibt wohl mittlerweile kaum etwas, was es nicht gibt. Doch eindeutig sind die Märkte kleiner und man trifft auf viele Sammler. Es zählt auch nur als Kapitalanlage, wenn du eine Gewinnerzielungsabsicht hast.