KWS SAAT SE & Co. KGaA – Unternehmensanalyse

Zukunft Säen – seit 1856

Philosophie von KWS SAAT

KWS SAAT SE & CO. KGaA (im folgenden KWS SAAT) ist ein international tätiges Unternehmen in der Saatgutbranche. Die Gesellschaft züchtet mit konventionellen und biotechnologischen Methoden Pflanzensorten der landwirtschaftlichen Nutzpflanzen für die gemäßigte Klimazone. Die Daten beziehen sich auf KWS SAAT (WKN 707400) und dem Geschäftsbericht von 2020.

Kurzporträt der KWS Saat

Die Züchtungsarbeiten beziehen sich auf die Kulturarten Zuckerrüben, Mais, Getreide, Winterraps, Sorghum, Sommerölfrüchte, Zwischenfrüchte, Energiepflanzen, Öko-Saatgut sowie Kartoffeln. Das Saatgut ist dabei auf die Anforderungen der Landwirte abgestimmt. In mehr als 70 Ländern der Welt ist die KWS SAAT AG mit Tochter- und Beteiligungsgesellschaften, Versuchsstationen und Vermehrungsflächen präsent. Zu den Grundpfeilern der Gesellschaft zählen zum einen nachhaltig hohe Aufwendungen für Forschung und Züchtung, um Kunden eine hohe Saatgutqualität sowie leistungsstarke Sorten anbieten zu können, zum anderen die Eigenständigkeit als Saatgut-Spezialist. Hinzu kommt die intensive Pflege von Beziehungen zu Landwirten und Partnern.

Die KWS SAAT mit Hauptsitz in Einbeck hat aktuell um die 5700 Mitarbeiter weltweit.

KWS SAAT hat über 87 Tochterunternehmen und über 100 Standorte mit Züchtungs- und Versuchstationen.

Die nachfolgende Grafik zeigt, dass der Fokus der Gesellschaft noch in Deutschland liegt.

Ein großer Mitarbeiterstamm ist in der Forschung und Entwicklung tätig.

Konzernstruktur

Die Aktionärsstruktur zum Stand des Geschäftsberichtes:

Die 54,4 % der Aktienanteile sind in der Familie Büchting, Sohnemann, Oetker und einigen Stiftungen und Beteiligungsfirmen verteilt. Es ist nicht als eine Position zu verstehen, sondern aus einem Konglomerat aus gut 15 unterschiedlichen Personen bzw. Firmen. Die größte Einzelposition hat Herr Arendt Oetker und Hans-Joachim Tessner mit seiner Tessner Beteiligungs GmbH.

Dr. Felix Büchtling und Dr. Andreas Büchtling sitzen im Vorstand bzw. im Aufsichtsrat.

Nachfolgend ist die Konzernstruktur der KWS SAAT aufgeschlüsselt. Es offenbart sich ein verschachteltes Firmenkonstrukt, welches hauptsächlich aus Deutschland und den Niederlanden (besonders der KWS INTERNATIONAL) gesteuert wird. Die Firmenteile Genective(Frankreich), Aardevo(Niederlande) und AGRELIANT(Kanada) sind Joint Ventures und Kooperationen.

Weitere kleine Beteiligungen existieren noch in Indien und China.

Konzernstruktur der KWS SAAT (Kreis-Länder/Regionen, Rechteck – Firma, Pfeil – Beteiligung von)

Entwicklung und Ziele

Das Unternehmen investiert viel in die Entwicklung und Forschung. Dafür hat KWS SAAT weltweit Forschungsstationen in den unterschiedlichen Regionen aufgebaut.

Weiterhin werden mithilfe von Kooperationen und Joint Ventures gemeinschaftliche Projekte verfolgt.

Es flossen 2020 über 60 Millionen Euro in Mais, Getreide, Gemüse und Zuckerrüben. Weitere 40 Millionen Euro flossen in die Unternehmen.

Unternehmenszahlen

Umsatz1282Mio. €
Marktkapitalisiserung2620 Mio. €
Jahresüberschuss/ Ergebnis je Aktie95,2 Mio. € / 2,89 €
Eigenkapitalquote44,5 %
Verbindlichkeiten495 Mio. €
Dividende/-rendite0,70€ / 1,03 %
Ausschüttungsquote24 %
Investitionen 2020 / 2019108 Mio. € / 96,6 Mio. €
Zahlen 2020 der Aktie

Wie in der nachfolgenden Tabelle dargestellt haben wir es mit einem stetig wachsendem Unternehmen zu tun.

GeschäftsjahrUmsatz / Mio. €Jahresüberschuss /Mio. €Gewinn je Aktie/ €
201911131043,15
2018106899,72,96
2017107597,72,96
2016103685,32,58
201598684,02,55
201492380,32,33
Umsatz und Ergebnis von KWS SAAT seit 2014

Ab 2015 vermischt sich langsam das Ergebnis mit der damaligen KWS Gruppe. Profitabel war das Unternehmen auch schon vor 2014.

Seit 2014 haben wir ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 5,5 % und einen stabilen Gewinn je Aktie. Das Gewinnwachstum ist nur geringfügig volatil und stieg mit durchschnittlich 3 %.

Das Unternehmen schüttet einen geringen Teil seines Gewinnes an die Aktionäre aus und hat eine stabile Eigenkapitalquote.

Das Unternehmen in den Quartalen 1, 2 und 4 mehr Ausgaben als Einnahmen generiert, haben wir ein sehr berechenbaren Zyklus. Das Quartal 3 entscheidet über das Geschäftsergebnis und die Firma KWS SAAT benötigt Eigenkapital, um die anderen Monate auszusitzen.

Risiken/Chancen und Fazit

Das Unternehmen hat einen klaren Unternehmensfokus.

Eine einfache und starke Aktionärsstruktur.

KWS SAAT kann über 10 Jahre Gewinne ausweisen.

Das Unternehmen hat sich erfolgreich durch die Krise bewegt!

Konnte im laufenden Jahr Umsatz steigern und den Gewinn beinahe halten, trotz Krise.

Investiert viel in Forschung.

Das weltweite Unternehmensgeflecht ist historisch und durch einige Joints Ventures so stark angewachsen, dass es als Investor nur noch schwierig ist zu überschauen.

Das Geschäftsmodell ist sehr zyklisch. Es wird nur im 3. Quartal Geld verdient, in den anderen Quartalen muss mit diesem Geld gewirtschaftet werden. Es wird darum eine hohe Liquidität benötigt.

Das Unternehmen kann nur zyklisch auf Preisschwankungen reagieren.

Aus meiner Perspektive ist die Aktie eine aktuell interessante Investition. Die Aktie hat sich seit Beginn des Jahres gut entwickelt, aufgrund der guten Zahlen. Wenn dieses Ergebnis fortgesetzt werden kann, ist die Aktie gut bewertet.

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